Probleme? Jeder der sich mit dem Thema Circus  auseinandersetzt, weiß das es immer Probleme gibt. Am besten man beseitigt immer gleich alle kleinen Probleme, bevor daraus Grosse werden.

Aber genau das hat die Unternehmensleitung des Circus Giovanni Althoff versäumt und nun bangt man um die Spielgenehmigung für das "Zeigen von Tieren im Circus". Seit Jahren schon wettern Tierschützer gegen die Tierhaltung in den deutschen "rollenden Zoo's". Da wird natürlich bei Althoff's auch halt gemacht und kritisiert was das Zeug hält. Das ist auch gut so, denn bei den heutigen Ansichten um das wohl ergehen von Tieren und den gesetzlichen Auflagen sollten alle diejenigen, die Tiere besitzen, ihre (zumeist) Vierbeiner so halten, wie es "Tierwürdig" ist.

 

Einige Beispiele warum es Probleme bei der Tierhaltung gibt...

 

Kriegsherren versuchten vor langer Zeit ihre Feinde mit mächtigen Heeren von Soldaten zu beeindrucken, Reiche Menschen ihren Mitmenschen durch ihre "mein Haus, mein Auto, mein Boot" Masche. Die großen Direktoren der Circusse maßen ihre Größe unter anderem an der Anzahl ihrer Elefanten. 20, 30 oder mehr Tiere in den Herden waren in den 50'ern, 60'ern und 70'ern keine Seltenheit. Heute hat der Circus Giovanni Althoff noch 5 Indische Elefanten. Belinda, Pira, Diana, Vickie und Maja.

 

Jenen 5 Indischen Elefanten Damen soll es besser gehen, darum wurden Kanthölzer, Bretter und Nägel besorgt um ein neues und größeres Podium zu bauen

 

 

Wäre da noch das Problem mit dem geeigneten Elefantenstall...

Schon während des Aufbautages besuchten viele neugierige Schaulustige den Circus Giovanni Althoff auf der Schwanenwiese und dachten im ersten Augenblick, dass dies wohl das Spielzelt des Circus sei....

 

Nein, dieser blaue Viermaster sollte das neue Zuhause für die Elefanten werden, trat man ein paar Meter zurück, so konnte man sehen, wie bereits das original Althoff Chapiteaux in gewohnten Rot-Grünen Farbtönen errichtet wurde

 

Als die Elefanten dann von ihrem Übergangs-Stallzelt in den neuen Stall auf das neue Podium wechselten, entsprach die Tierhaltung wieder den Tierschutz Richtlinien. Da statt der für 5 Elefanten vorgeschriebenen 12 Elemente sogar 14 Podium - Elemente gebaut wurden, wollte man den Herren und Damen vom Veterinäramt zeigen, dass man um das Wohlergehen der Tiere bemüht ist und für Verbesserungen bereit ist.

Auch die Tierschützer waren vor Ort um alles zu besichtigen und siehe da... kein Wort des Lobens, wieder nur scharfe Kritik. Diesmal ging's um die ungenügende Haltung ohne Ketten am Tage und die mangelnde Fußpflege fiel ins Auge.

Elefanten - Fußnägel brauchen besondere Pflege, klar, denn die Nägel wachsen schnell ein, da die Tiere nicht soviel umher laufen wie in der Wildnis, wo die Nägel abgenutzt werden. Also muss der Mensch da nachhelfen. Mit Pfeile und einer speziellen Schleifmaschine werden die Nägel bearbeitet. Auch dies wurde in Kassel an den Elefanten vorgenommen. Wenn auch ein schwieriges und langes Unterfangen, denn was nur Insider wissen können, die Tiere lassen sich das nicht einfach so gefallen. Ein einfacher Grund, denn die Tiere haben vor einiger Zeit ihren Tierpfleger Heinz Schubert verloren. Er verstarb plötzlich an einer Herzkrankheit und seither fehlt den Tieren eine ständige Kontaktperson, der sie wie Herrn Schubert gehorchen und vertrauen.

 

Unterdessen bringen die Zugmaschinen Wagen für Wagen von Korbach nach Kassel....

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